Wir haben uns auseinandergelebt

Eine, die Österreichs Beziehungsleben gut kennen sollte, ist die ORF-Journalistin Elisabeth T. Spira. Sie hat vor 18 Jahre mit Ihrer Sendung „Liebesg’schichten und Heiratssachen“ begonnen, in Österreichs Schlafzimmer zu blicken. Sie lässt in die Seelen der in Beziehung gescheiterten blicken und zeit auch die Sehnsüchte und Beziehungswünsche unserer Mitmenschen. Die Sendung ist auch nach weit über 800 KandidatInnen ungebrochen beliebt.

In einem Interview mit der Kleinen Zeitung (6.7.2014) wurde Spira gefragt, ob der häufigste Trennungsgrund nicht „Wir haben uns auseinandergelebt“ sei. Spira meint, dass dieser Grund in 90 Prozent der Fälle genannt wird, aber sie auf die Frage, was das heißt, meist keine Antwort bekommt. Ihrer Meinung nach wird es den Leuten dann zu intim und es dürfte auch eine Ausrede sein, um nicht auf die wirklichen Probleme eingehen zu müssen.

90 Prozent der Paare, die sich trennen, können oder wollen also den eigentlichen Grund für das Scheitern gar nicht nennen. Jene Leute, die in Spiras Sendung auftreten, haben wohl kaum versucht, ihre Beziehungsprobleme mit professioneller Hilfe zu lösen. Deshalb ist in den meisten Fällen nur das oberflächliche Problem als Symptom sichtbar und bekannt, aber nicht die eigentliche Ursache. Das meinen die Beziehungscoachs Dr. Lieselotte Fieber und DDDr. Karl Isak, die hinter einem Symptom immer auch eine Ursache sehen, und diese kann gut versteckt oder verschüttet sein und ist den Betroffenen meist gar nicht bewusst.

Die Beziehungscoachs Fieber und Isak decken die eigentliche Ursache auf und schaffen damit die Voraussetzung für eine Lösung von Partner-/Paarproblemen. Es gibt Defizite aus der Vergangenheit, Erfahrungen aus der Kindheit, Übertragungsreaktionen, unbearbeitete Traumata, bestimmte Prägungen und aus dem Sozialisationsprozess stammende Verhaltensmuster – all das kann früher oder später zu Konflikte mit der Partnerin bzw. dem Partner führen und all das liegt gut versteckt im Unbewussten. Erst wenn man diese Mechanismen bewusst macht, kann man daran arbeiten und somit Beziehungsprobleme lösen, meinen Fieber und Isak und verweisen dabei auf ihre Arbeit mit Paaren. Sie bieten dafür eine Partnerschule, Beziehungsglück-Seminare und auch Paarsitzungen an.

 

Beitragsfoto: shutterstock_1216477 Cate Frost

Facebooktwittergoogle_pluspinterestlinkedinmail