Wollen wir uns wieder vertragen? Warum – hatten wir Streit?

Peter Gaymann ist ein Karikaturist, dessen Bilder man u.a. auch in Massenblättern wie „Die Bunte“ sehen kann. Er nimmt Alltagsprobleme aufs Korn. Bei einem seiner Karikaturen zeigt er eine Frau, die auf ihren Balkon tritt, wo ihr Mann gelangweilt mit einer Zigarette in der Hand an der Brüstung steht: „Wollen wir uns wieder vertragen?“, fragt die Frau und der Mann antwortet überrascht: „Hatten wir Streit?“

Diese Szene ist eigentlich alles andere als spaßig, spielt sie sich doch so oder ähnlich immer wieder in tausendenden Beziehungen ab. Diese unterschiedliche Wahrnehmung von Beziehung erleben viele, wie auch der 55-jährige Roland, der während eines Kuraufenthaltes von seiner Ehefrau besucht wurde und die ihm mit der Aussage überraschte, dass sie sich von ihm trennen möchte, weil sie so nicht mehr weiterleben möchte. Der Ehemann hatte nichts mitbekommen und für ihn war die (Beziehungs)-Welt in Ordnung – bis zu diesem Tag.

Nicht immer sind die Männer die Ignoranten und jene, die nichts bemerken, aber es scheinen mehr Männer als Frauen „blind“ für bestehende Beziehungsprobleme zu sein. Die Frauen sind mit der Beziehung unzufrieden, „schlucken“ die Probleme lange runter, versuchen auch das eine oder andere Gespräch, das aber immer im Sande verläuft, weil für den Mann alles passt und es für ihn keinen Grund für eine Änderung gibt. Das geht so lange, bis jemand krank wird (z.B. Depression oder etwas Psychosomatisches) oder die Beziehung abrupt beendet wird.

Das muss nicht sein, weil jeder auf seinen Partner Einfluss nehmen kann. Jeder hat mehr Macht über andere als er zu glauben wagt. Es geht um die Instrumente und Maßnahmen, die einzusetzen sind. Dafür gibt es nun ein Seminar „Beziehungsglück – Paar-/Partnerprobleme alleine lösen“. Dieses Seminar gibt es als Standort- oder als Onlineseminar und wurde von den Spezialisten des Instituts für Beziehungspsychologie speziell für Personen, deren Partner die Beziehungsprobleme nicht sehen will, entwickelt.

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Wir haben uns auseinandergelebt

Eine, die Österreichs Beziehungsleben gut kennen sollte, ist die ORF-Journalistin Elisabeth T. Spira. Sie hat vor 18 Jahre mit Ihrer Sendung „Liebesg’schichten und Heiratssachen“ begonnen, in Österreichs Schlafzimmer zu blicken. Sie lässt in die Seelen der in Beziehung gescheiterten blicken und zeit auch die Sehnsüchte und Beziehungswünsche unserer Mitmenschen. Die Sendung ist auch nach weit über 800 KandidatInnen ungebrochen beliebt.

In einem Interview mit der Kleinen Zeitung (6.7.2014) wurde Spira gefragt, ob der häufigste Trennungsgrund nicht „Wir haben uns auseinandergelebt“ sei. Spira meint, dass dieser Grund in 90 Prozent der Fälle genannt wird, aber sie auf die Frage, was das heißt, meist keine Antwort bekommt. Ihrer Meinung nach wird es den Leuten dann zu intim und es dürfte auch eine Ausrede sein, um nicht auf die wirklichen Probleme eingehen zu müssen.

90 Prozent der Paare, die sich trennen, können oder wollen also den eigentlichen Grund für das Scheitern gar nicht nennen. Jene Leute, die in Spiras Sendung auftreten, haben wohl kaum versucht, ihre Beziehungsprobleme mit professioneller Hilfe zu lösen. Deshalb ist in den meisten Fällen nur das oberflächliche Problem als Symptom sichtbar und bekannt, aber nicht die eigentliche Ursache. Das meinen die Beziehungscoachs Dr. Lieselotte Fieber und DDDr. Karl Isak, die hinter einem Symptom immer auch eine Ursache sehen, und diese kann gut versteckt oder verschüttet sein und ist den Betroffenen meist gar nicht bewusst.

Die Beziehungscoachs Fieber und Isak decken die eigentliche Ursache auf und schaffen damit die Voraussetzung für eine Lösung von Partner-/Paarproblemen. Es gibt Defizite aus der Vergangenheit, Erfahrungen aus der Kindheit, Übertragungsreaktionen, unbearbeitete Traumata, bestimmte Prägungen und aus dem Sozialisationsprozess stammende Verhaltensmuster – all das kann früher oder später zu Konflikte mit der Partnerin bzw. dem Partner führen und all das liegt gut versteckt im Unbewussten. Erst wenn man diese Mechanismen bewusst macht, kann man daran arbeiten und somit Beziehungsprobleme lösen, meinen Fieber und Isak und verweisen dabei auf ihre Arbeit mit Paaren. Sie bieten dafür eine Partnerschule, Beziehungsglück-Seminare und auch Paarsitzungen an.

 

Beitragsfoto: shutterstock_1216477 Cate Frost

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